Am Donnerstag, den 11. Juni, besuchte Leonie Jungen, eine Wissenschaftlerin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die unter anderem zur Erinnerungskultur in schottischer Literatur forscht, unsere AG „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“.
Nach einer Einführung anhand der drei Begriffe „Erinnerung“, „Nation“ und „Identität“, die wir selbst für uns deuten sollten, ging Frau Jungen näher auf die uns meist unbekannte schottische Geschichte ein. Ihr Fokus lag dabei auf dem „Tal der Tränen“ in dem es vor gut 300 Jahren zu einem Massaker zwischen zwei Clans kam (den Campbells und den MacDonalds), das bis heute ein großes Thema in Schottland ist, unter anderem in der Literatur, dem Forschungsgebiet Frau Jungens. Sie führte uns dann in das Konzept der „Traumascapes“ ein, einer Landschaft, mit der ein (nationales) Trauma zusammenhängt – wie eben das „Tal der Tränen“.
Zum Abschluss kamen wir mit Frau Jungen ins Gespräch, indem wir über „Traumascapes“ in Deutschland, wie beispielsweise Konzentrationslager, sprachen, diese mit den „Traumascapes“ in Schottland verglichen und diskutierten, wie mit ihnen heute umgegangen werden sollte. Hierbei knüpften wir auch an den Besuch des KZ Dachau unserer AG im April an.
Wir danken Frau Jungen für ihren aufschlussreichen Vortrag!

