Am 21. Mai 2026 wurde die Bienwaldhalle erneut zur Bühne für die Vielfalt des Faches Darstellendes Spiel: Beim 4. DS-Abend der IGS Kandel präsentierten Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen ein Programm, das nicht nur durch seine Bandbreite, sondern auch durch seine klare innere Dramaturgie überzeugte. Den Auftakt machte die Tanz-AG mit einer Choreografie zu „September“ und sorgte damit vom ersten Moment an für Energie und Dynamik auf der Bühne.
Dass dieser Abend mehr sein wollte als eine lose Folge einzelner Beiträge, zeigte sich früh. Die Jahrgangsstufe 11 rahmte das Programm mit dem dreiteiligen Video-Minidrama „Zilinski ist tot“, das zwischen den Bühnenbeiträgen immer wieder auftauchte und dem Abend eine verbindende Struktur gab.

Einen längeren szenischen Schwerpunkt setzte die Jahrgangsstufe 9 mit „Der Schatten im Zoo“. Der Beitrag machte sichtbar, mit wie viel Konzentration, Spielfreude und Präzision die Schülerinnen und Schüler gearbeitet hatten. Gerade darin lag eine besondere Stärke des Abends: Auf der Bühne waren nicht nur Ergebnisse zu sehen, sondern auch Mut, Timing und die Bereitschaft, sich ganz auf Spiel und Szene einzulassen.
Wie unterschiedlich Darstellendes Spiel sein kann, zeigten anschließend zwei weitere Beiträge der Jahrgangsstufe 11: „Auf der Berufsmesse“ und „Quiz total“ setzten jeweils eigene Akzente und hielten das Programm in Bewegung. Unterschiedliche Formate, Tempi und Spielideen sorgten dafür, dass der Abend abwechslungsreich blieb und seine Lebendigkeit bis zuletzt behielt.

Den Schlusspunkt setzte die Jahrgangsstufe 12 mit „Actionszenen frei nach Shakespeare“. Dabei wurde nicht nur szenisch, sondern auch räumlich und atmosphärisch gearbeitet: Die Handlung konzentrierte sich auf die Mitte der Bühne, während weitere Spielerinnen und Spieler im Hintergrund präsent blieben. Gemeinsam mit der Lichtführung entstand so ein markanter Abschluss, der dem letzten Programmpunkt besondere Dichte verlieh.
Bemerkenswert war an diesem Abend nicht nur das Programm selbst, sondern auch die Resonanz des Publikums. Die Beiträge wurden mit viel Applaus aufgenommen – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Konzentration, Präsenz und Offenheit der Spielenden im Saal angekommen waren.

Der DS-Abend 2026 zeigte damit eindrucksvoll, welches kreative und gestalterische Potenzial im Fach Darstellendes Spiel steckt. Er machte sichtbar, wie Schülerinnen und Schüler Bühnenräume mit Ideen, Ausdruck und Haltung füllen – und wie ein schulischer Theaterabend zu einem eigenständigen künstlerischen Format werden kann.


