Große Freude an der IGS Kandel: Beim diesjährigen Regionalwettbewerb von Jugend forscht konnten gleich mehrere Schülerinnen und Schüler mit herausragenden Arbeiten überzeugen und Preise gewinnen. Die Bandbreite der Projekte reichte von zukunftsweisender Energietechnik über alltagsnahe chemische Fragestellungen bis hin zu anspruchsvollen physikalischen Experimenten.
Jakub Ryndak (Klasse 13) wurde im Fachbereich Chemie mit einem Sonderpreis im Bereich nachwachsende Rohstoffe ausgezeichnet. In seiner Arbeit zur Methanol-Brennstoffzelle verglich er experimentell und literaturbasiert diese Technologie mit der Wasserstoff-Brennstoffzelle als möglichem Energieträger der Zukunft. Die hohe fachliche Tiefe und die sorgfältige wissenschaftliche Vorgehensweise überzeugten die Jury.
Bereits zum zweiten Mal erfolgreich waren Kai Müller, Jonas Reiß und Lennart Hubbeling (Klasse 7), die erneut in der Juniorsparte Chemie antraten. Nachdem sie sich im Vorjahr mit der Herstellung von Trockeneis beschäftigt hatten, widmeten sie sich dieses Mal der Frage, wie sich aus Haushaltsmitteln möglichst stabile Seifenblasen herstellen lassen. Für ihre systematischen Versuche wurden sie mit einem Sonderpreis ausgezeichnet und erhielten einen Kosmos-Experimentierkasten, mit dem sie ihre Forschungen sicherlich fortsetzen werden.


Im Fachbereich Biologie erreichte Emma Erkelenz (Klasse 13) mit ihrer Arbeit „Testung ausgewählter Substanzen auf ihre potentiell erbgutverändernde Wirkung“ einen hervorragenden dritten Platz. Sie untersuchte Substanzen, die in Vapes auftreten können, und führte ihre umfangreichen Versuchsreihen in einem professionellen Labor außerhalb der Schule durch.

Den Sieg in der Sparte Physik Junior errangen Zoe Wingerter und Julian Ellenberger (Klasse 6) mit ihrer Arbeit zum sogenannten Tassenwunder. Das verblüffende Ausgangsexperiment fand in der Talentpool-AG der IGS Kandel statt: Eine Tasse fiel – entgegen jeder Erwartung – trotz Verbindung über eine Schnur mit zwei deutlich leichteren Unterlegscheiben nicht zu Boden. Ausgehend von dieser Beobachtung gingen die beiden der Frage nach, ob ein solcher Effekt auch mit einem Menschen möglich sei. Systematisch näherten sie sich immer größeren Gewichten an und führten schließlich einen spektakulären Versuch mit einem Boxsack durch, der exakt ihrem eigenen Körpergewicht entsprach. Dieser wurde auf einem Gerüst in sechs Metern Höhe getestet – mit Erfolg. Für diese außergewöhnliche Arbeit qualifizierten sie sich für den Landeswettbewerb Jugend forscht Junior am 23. und 24. April in Ingelheim, wozu wir natürlich fest die Daumen drücken.




Das vielfältige Engagement der IGS Kandel im MINT-Bereich fand in diesem Jahr zudem besondere Anerkennung: Für ihre kontinuierliche und erfolgreiche Arbeit wurde die Schule mit dem Sonderpreis des Landrats des Landkreis Germersheim ausgezeichnet und erhielt eine finanzielle Förderung zur Fortsetzung dieser wichtigen Bildungsarbeit.
Die Schulgemeinschaft gratuliert allen beteiligten Schülerinnen und Schülern herzlich zu diesen beeindruckenden Erfolgen.

