Im Januar war es so weit, Schülerinnen der Biologie-Leistungskurse 12 von Frau Bohlen und Frau Steinbach durften das Schülerlabor Molekularbiologie am KIT Karlsruhe besuchen. Das KIT verfügt über neun verschiedene Schülerlabore mit jeweils unterschiedlichen Zielgruppen und zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten.
Das Schülerlabor Molekularbiologie bietet für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Experimente in den Bereichen Molekularbiologie und Gentechnik an. An diesem Tag stand das Verfahren des genetischen Fingerabdrucks mit allen dafür notwendigen Methoden auf dem Programm. Dieses Thema ist Teil des Unterrichts in der Oberstufe im Themenfeld „Genetische Grundlagen des Lebens“.
Im Labor bekamen wir einen Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten. Dazu gehörten das Pipettieren im Mikroliterbereich, das Arbeiten mit Zentrifugen und Vortex-Mischer, das Gießen und Bestücken eines Agarose-Gels. Aber auch die Vorgehensweise bei der Auswertung der Ergebnisse wurde geübt. Als wichtige Methoden konnten die Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) und die Gelelektrophorese von Schülerinnen und Schülern selbst durchgeführt werden. Welch ein Unterschied zum theoretischen Erarbeiten! Da es sich um ein Labor der Sicherheitsstufe S1 handelt, ist das Arbeiteten in weißen Kitteln und mit Handschuhen grundsätzlich Pflicht – was allen „Schüler-Forschern“ sofort eine gewisse wissenschaftliche Würde verlieh.

Durch den hohen Wirklichkeitsbezug bekommt das Verfahren des genetischen Fingerabdrucks eine besondere Bedeutung für Lerngruppen. Es ist Grundlage für jeden Vaterschaftstests und wird heutzutage in der Forensik, d.h. bei der Täterüberführung nach Strafdelikten, angewendet.
Der Tag wurde von allen als „lohnenswert“ und „mit neuen Erkenntnissen“ empfunden und beschrieben. Dies lag nicht nur am praktischen Erarbeiten bereits bekannter genetischer Theorie, sondern auch an der sehr guten und freundlichen Betreuung seitens verschiedenster Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KIT. Vom ersten Pipettier-Versuch bis zum Entwickeln der Gelelektrophorese-Bilder, vom naturwissenschaftlichen Hintergrund der Methoden bis zum Kennenlernen der Forschungs- und Arbeitsbereiche des KIT – immer war die professionelle Unterstützung gegeben. Auch wenn manches zu Beginn relativ kompliziert erschien, schafften am Ende alle, mit ein wenig die Übung, die an sie gestellten Aufgaben.
Wir als Schüler und Lehrer der IGS Kandel sind sehr froh, dieses tolle Angebot des KIT immer wieder nutzen zu können.
Kandel, 20. Januar 2026
Duscha Bohlen und Kathrin Steinbach

